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Wer eine Luftwärmepumpe plant, sollte sich folgende Frage stellen:

Würde ich die Luftwärmepumpe bei mir an die Terrasse, den Balkon, die Wohn- und Schlafräume oder das Esszimmer, an also ruhebedürftige Räume im Haus und am Haus, stellen?

Wenn man sich diese Frage ehrlich mit „NEIN“ beantworten muss, dann darf man die Luftwärmepumpe auch dem Nachbarn nicht an seiner Terrasse oder seinem Balkon oder seinen Wohn- und Ruheräumen zumuten.

 Wenn man diese Frage mit „JA“ beantworten kann, dann sollte man die Luftwärmepumpe auch da platzieren.

Denn dann achtet man wie selbstverständlich darauf, dass man die leiseste am Markt befindliche Luftwärmepumpe kauft, oder man achtet auf ausreichende Schallschutzmaßnahmen.

Wenn die Pumpe, aus Lärmsicht, rücksichtslos oder aus Unkenntnis zu Lasten der Nachbarschaft geplant wird, droht zu Recht Ärger aus der Nachbarschaft. Denn auch wenn die TA Lärm eingehalten ist, sind einige am Markt befindliche Luftwärmepumpen, auch auf Grund der langen Laufzeiten, eine Belästigung.

Wer es gut mit der Umwelt meint, sollte es auch gut mit dem Nachbarn meinen.

Die TA Lärm sollte bei der Planung mindestens um 6 dB(A)unterschritten werden, besser sind 10 dB(A) = Summenwirkung. Denn nicht nur eine Maschine darf den Grenzwert des Nachbarn ausschöpfen. Des Weiteren ist zu beachten, dass manche Luftwärmepumpen tieffrequenten Schall produzieren, der bei den Nachbarn durch die Wände und die Fenster geht, auch wenn die immer wieder gern benutze TA Lärm (aus Mangel anderer Vorschriften) herangezogen wird. D.h., auch eine „Flüsterpumpe“ kann tieffrequenten Schall erzeugen. Dazu kann man auf Grund der örtlichen Gegebenheiten die Schallentwicklung nie exakt planen. Die TA Lärm ist „nur“ eine Verwaltungsvorschrift, die die Verwaltung bindet. Sie wurde für Gewerbelärm erstellt, nicht für Wohngebiete, in denen es per se einfach ruhiger ist. Und das soll auch so bleiben. Denn schon Robert Koch hat im Jahr 1910 folgendes gesagt: "Eines Tages wird der Mensch den Lärm genauso bekämpfen müssen, wie die Cholera und die Pest.“

Tieffrequenter Schall ist schlechter dämmbar. Deshalb ist es immens wichtig, sich vor Aufstellung und dem Einbau einer Luftwärmepumpe über den Schall und die Schallschutzmaßnahmen Gedanken zu machen. Schallschutzmaßnahmen sind teuer und erhöhen die Investitionskosten. Nachträglicher Lärmschutz ist noch teurer und oft nicht mehr zufrieden stellend lösbar.

Viele Problemfälle würde es nicht geben, würden zumindest die Hersteller- und Bedienanleitungen eingehalten werden. Dazu gehört, die handelnden Personen sensibel für das Thema zu machen und die Politiker dazu zu bringen, diesen Mangel an Vorschriften endlich auf den Weg zu bringen, bevor es noch mehr Problemfälle gibt.

In diesem Zusammenhang sehe ich es als Pflicht der Politik, dafür zu sorgen, dass die leidtragenden Nachbarn nicht ihr Geld für teure Lärmgutachten und Gerichtsprozesse investieren müssen, während die Luftwärmepumpenbesitzer staatliche Zulagen erhalten und oftmals einen Strompreisvorteil, der auch durch die Solidargemeinschaft aller Bürger getragen wird. Dann dürfen diese zahlenden Bürger auch nicht noch belästigt werden.

Die so genannten „Erneuerbaren“ dürfen nicht zu Lasten der Nachbarschaft gehen.

 

Diese Homepage soll dazu dienen, Problemfälle zu reduzieren, Verständnis für die Lärmproblematik zu entwickeln, die Politik dazu zu bewegen, endlich Vorschriften zu schaffen sowie die Hersteller, Architekten, Luftwärmepumpenbetreiber und Sanitär- und Heizungsbaufirmen dazu zu bewegen, schon von vorn herein für die Vermeidung der Lärmprobleme zu sorgen.

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